FAQs:Was sind die Grundwerte einer Habring²? Wie viele Habring²-Uhren werden gebaut? Wie lange dauert es im Durchschnitt bis eine Habring² fertiggestellt ist? Welche Komponenten werden zugeliefert? Worin besteht der Unterschied zwischen einem Habring²-Werk und anderen? Wie genau kann eine Habring² ihren Dienst versehen? Wie oft sollte eine Habring² zum Service? Was geschieht bei einer Generalrevision? Woran erkennt man die Notwendigkeit einer Generalrevision? Welche Lebensdauer hat eine hochwertige mechanische Uhr? Was kriege ich bei Habring² für mein Geld? Wie sieht’s mit der Umwelt aus?
Was/Wer ist Habring²?Habring² ist eigentlich keine Marke sondern lediglich der Name eines Produkts. Das ist auch der Grund warum sich unser Logo “Habring²” - ganz im Gegensatz zu vielen anderen Uhrenherstellern - nur maximal zwei mal auf unseren Uhren findet: Einmal am Zifferblatt und - sofern Platz dafür - einmal am Werk. Dies entspricht der historischen Art und Weise ein Manufaktur-Produkt zu signieren. Auf einer Habring² finden sich äusserlich keine weiteren Gravuren als die Seriennummer - ausser der Besitzer möchte dies. Für uns bedeutet dies, die Privatsphäre unserer Kunden zu respektieren. Wir schätzen es sehr wenn unsere Kunden Ihre Freude an unseren Produkte - ihren Uhren - mit anderen teilen. Aber es ist gänzlich ihnen überlassen. Habring² steht aber auch ganz einfach für uns beide: Maria Kristina und Richard Habring - die wahrscheinlich kleinste Uhrenmanufaktur der Welt. Was sind die Grundwerte einer Habring²?Habring² steht zuallererst für Zuverlässigkeit. Attribute wie Präzision, Wasserdichtheit und Stoßfestigkeit nach gängigen Normen sind dabei als selbstverständlich vorausgesetzt. Wir stellen das System zur Verfügung. - Das Aussehen der Uhr, Ihre Funktionen, Ihren Wert bestimmt der Kunde in enger Zusammenarbeit mit uns. Der spätere Besitzer ist also sehr eng in die Entstehungsgeschichte der Uhr eingebunden. Nicht wenige von unseren Einzelstücken wurden sogar von den späteren Besitzern unter unserer Mithilfe entworfen. Was bedeutet “modulare Uhr”?Eine “normale” Armbanduhr wird entwickelt um z.B. bestimmte Funktionen zu beinhalten - mal weniger kompliziert, mal komplizierter. Ein sogenanntes Lastenheft sieht dabei sämtliche Anforderungen vor, welche die Entwickler mit dem fertigen Produkt erfüllen sollen. Doch solche “klassischen” Lastenhefte sind meist ziemlich starr. Habring² ist das erste Konzept weltweit welches eine spätere Veränderung des Produkts vorsieht. Mit anderen Worten: Eine Habring² kann - wenn sich die Anforderungen des Kunden ändern - sich ebenso verändern. Aber nicht nur Dekorationen/Personalisierungen wie Gravuren auf Gehäuse oder Werk sind dabei möglich, selbst zusätzliche Funktionen werden adaptiert. Und dies ist sogar abwärtskompatibel möglich – das heißt, spätere Weiterentwicklungen an z.B. Uhrwerken können selbst in älteren Uhren nachgerüstet werden. Wie viele Habring²-Uhren werden gebaut?Aufgrund der beschränkten Kapazitäten und dem Anspruch von Anfang bis zum Ende selbst für das Produkt verantwortlich zu sein schaffen wir nur etwa 50 Uhren im Jahr - d.h. etwa 1 Stück pro Woche. Jede Uhr wird dabei erst nach Bestellung gebaut. Zusätzlich ist jedes Modell auf maximal 12 Stück/Jahr limitiert. Wie lange dauert es im Durchschnitt bis eine Habring² fertiggestellt ist?Bei der Bauzeit unterscheiden wir ob es sich um ein Standardmodell oder ein Einzelstück handelt. Wir stellen jedes Jahr ein neues Modell vor. 2004 war es die “Time-only”; 2005 die “Springende Sekunde”; 2006 die “Automatik” sowie 2007 der “ChronoSport”. Diese Modelle sind in den angebotenen Zifferblattvarianten normalerweise innerhalb ca. 4 Wochen nach Bestellung lieferbar. Entwicklungen von Einzelstücken können darüber hinaus - je nach Aufwand - auch schon mal 2 Jahre dauern. Ist Habring² eine Manufaktur?Dazu muss man unterscheiden welcher Auslegung des Wortes “Manufaktur” man folgen möchte: Bedeutet Manufaktur im klassischen Sinn “manu factum” also “handgemacht” dann unbedingt! Jede einzelne Uhr wird in etlichen Fertigungsschritten ausschließlich von Hand montiert, justiert, kontrolliert. Selbst wenn bei der Herstellung der Komponenten auch Maschinen verwendet werden geht es auch dort ohne steuernde oder helfende Hände nicht! Schließt man sich der in den letzten Jahren heftig diskutierten Meinung an “eine Manufaktur stellt alles bis zur letzten Schraube selbst her” dann müssen wir verneinen. Da eine Habring² trotz aller möglichen Funktionen, Weiterentwicklungen und Ausführungsvarianten eine bezahlbare Uhr bleiben soll das Rad nicht neu erfunden werden, wenngleich es manches Einzelstück durchaus bedingt selbst die kleinsten und kniffligsten Einzelteile von Hand herzustellen. Die Frage ist letztlich die: Können wir mit handgemachten Teilen die gleiche Zuverlässigkeit erzielen? Wenn ja - spricht vieles dafür, vor allem bei Einzelstücken. Natürlich spielen die Kosten auch eine gewisse Rolle wenngleich nicht die wichtigste. Welche Komponenten werden zugeliefert?Grundsätzlich sind dies Bauteile die ein hohes Maß an spezialisiertem Know-how benötigen: die Gehäuse, die Zifferblätter, die Zeiger, aber auch natürlich die Uhrbänder mit Schließen und die Verpackungen. In unserem Fall - wie schon dargelegt - kommen die meisten Komponenten der Uhrwerke ebenfalls von Spezialisten. Dabei kann es sich um Uhrwerke aus aktueller Produktion handeln wie auch um fabrikfrische antike Uhrwerke. Priorität haben dabei kleine Familienunternehmen mit ähnlichen Strukturen wie das unsere. Auch die geografische Nähe zu unseren Lieferanten ist uns wichtig - aus diesem Grund gibt es bei Habring² keinen einzigen Bauteil aus Niedriglohnländern auch wenn dadurch niedrigere Preise (bei höheren Stückzahlen) möglich wären. Worin besteht der Unterschied zwischen einem Habring²-Werk und anderen?Im Gegensatz zu anderen Herstellern lassen wir uns keine fertigen Uhrwerke anliefern und schalen diese lediglich ein. Zumeist verwenden wir sog. “Ebauches” also Rohwerke die keinerlei Dekoration haben. Ob Handgravur wie bei der “Carinthian” oder mannigfaltige Zierschliffe - diese sind nach einer Eingangskontrolle der Teile anzubringen. Galvanische Behandlungen wie vergolden oder rhodinieren schützen danach die Oberflächen. Selbst Schrauben werden bei uns noch von Hand flachpoliert. Grundsätzlich wären die Werke danach bereits montierbar, aber: jeder Werksatz wird zuerst in Details weiter verbessert. Dazu werden einzelne Komponenten durch qualitativ bessere ersetzt. In unserem Fall ist das z.B. die Triovis-Feinregulierung die im Vergleich zum Standard-System weit bessere Ganggenauigkeiten garantiert. Erst nach deren Einbau kann die Unruh “pitoniert” d.h. die Spirale außen befestigt werden. Unruhen gehören, wie die anderen Teile des Echappements (der Hemmung) der Stoßsicherungen oder die Zugfeder, nicht zum Ebauches-Werksatz. Bei Habring² kommen dabei grundsätzlich die besten jeweils erhältlichen Qualitäten zum Einsatz. Bei Unruh, Anker und Ankerrad ist das die sog. Chronometerqualität. Während und nach der Montage der Uhrwerke wird ständig die Qualität weiter gesteigert. Dazu werden unter anderem die Höhenlüfte der einzelnen Räder oder anderer Bauteile optimiert, die Hemmung eingestellt, die Unruh ausgewuchtet u.v.m. Wie genau kann eine Habring² ihren Dienst versehen?Bei der letztendlichen Regulierung nehmen wir uns die Chronometerprüfungen und deren Anforderungen zum Vorbild. Eine perfekt ans Handgelenk des Kunden - und an dessen Tragegewohnheiten - angepasste Uhr sollte einen leichten Vorgang zwischen 0 und maximal 5 Sekunden am Tag haben. Natürlich muss man dabei berücksichtigen, dass diese Leistungen nur unter optimalen Bedingungen möglich sind. D.h. wenn die Öle noch frisch sind und keine äußeren Einwirkungen auf die Uhr stattfanden - wie z.B. große Magnetfelder oder Wasser ins Gehäuse eingedrungen ist. Letzteres wird üblicherweise durch eine regelmäßige Inspektion beim Uhrmacher ausgeschlossen. Wie oft sollte eine Habring² zum Service?Grundsätzlich empfehlen wir die Wasserdichtheit jeder Habring² einmal im Jahr beim Fachmann prüfen zu lassen. Das dauert in der Regel nur wenige Sekunden und gibt Aufschluss über den Zustand der eingebauten Dichtungen. Dabei kann der Uhrmacher auch gleich eine kleine Durchsicht machen um etwaigen Verschleiß festzustellen. In diesem Falle wäre es Zeit für eine Generalrevision. Dies ist in der Regel alle 5 Jahre fällig. Die Gummidichtungen (Lünetten-, Boden und Kronen/Drückerdichtungen) die das Uhrwerk vor eventuellem Wassereindringen schützen müssen unter Umständen öfter ausgetauscht werden um weitere Wasserdichtheit zu gewährleisten. Was geschieht bei einer Generalrevision?Ähnlich wie im Flugwesen ist es auch bei mechanischen Uhren ca. alle 5 Jahre angebracht sämtliche Funktionseinheiten - in unserem Fall vor allem das Uhrwerk - vollständig zu zerlegen um es auf eventuellen Verschleiß zu kontrollieren. Die vielen Achsen die im Uhrwerk die Kraft übertragen laufen mit Ihren Lagerzapfen in zumeist reibungsarmen Rubinlagern - dies wird unterstützt durch feinste Öle. Bei aller Weiterentwicklung haben diese Öle jedoch beschränkte Lebensdauer - wenn ihre Schmierleistung nachlässt steigt die Reibung im Lager und damit die Gefahr, dass dabei der Lagerzapfen beschädigt wird. Sofern keinerlei Verschleiß stattgefunden hat werden sämtliche Uhrwerksteile lediglich in speziellen Medien gereinigt und danach mit frischen Ölen und der notwendigen Sorgfalt wieder zusammengebaut. Verschlissene Teile werden ersetzt bevor noch mehr Schaden entsteht. Woran erkennt man die Notwendigkeit einer Generalrevision?Für den Nicht-Uhrmacher ist das mitunter schwierig. Der zuverlässigste Indikator ist die Amplitude oder Schwingungsweite der Unruh. Da diese aber praktisch nur mit Hilfe eines Messgeräts ermittelbar ist kommt hier dem Uhrmacher eine wichtige Rolle zu. In manchen Fällen geht mit der nachlassenden Schwingungsweite auch eine Veränderung des Gangs einher. Die Uhr differiert mehr - geht entweder stärker vor oder bleibt hinten. Dies ist auch für den Nicht-Uhrmacher ein sicheres Zeichen dafür, dass sich etwas im Uhrwerk verändert hat. Es ist nicht unüblich, dass Uhrwerke viel länger als etwa 5 Jahre klaglos und zuverlässig ihren Dienst versehen. Persönliche Tragegewohnheiten, Umwelteinflüsse und vieles andere mehr leisten dazu Ihren Beitrag. Unter Umständen raten wir von einem verfrühtem Service auch ab wenn es noch nicht notwendig erscheint. Unser Anliegen ist es auf die Eventualität von Verschleiß hinzuweisen. Ein Uhrwerk verhält sich im Grunde ähnlich wie z.B. eine Verbrennungsmotor: Wird die erforderliche Füllmenge an Motoröl über längere Zeit unterschritten besteht die Gefahr eines Motorschadens welcher natürlich ungleich mehr Aufwand zum Beheben benötigt als eine kleine Durchsicht und das regelmäßige Wechseln des Motoröls. Was es gilt zu vermeiden sind Folgeschäden. Welche Lebensdauer hat eine hochwertige mechanische Uhr?Aus Erfahrung heraus kann gesagt werden, dass eine hochwertige Armbanduhr mit einem hochqualitativen Uhrwerk eine fast unbegrenzte Lebensdauer hat. Voraussetzung dafür sind lediglich besagte regelmäßige Werküberholungen. Renommierte Hersteller garantieren die Ersatzteilversorgung für etwa 30 Jahre - danach kann die Ersatzteilversorgung schwierig werden - umso wichtiger wird bei solchen Uhren die regelmäßige Kontrolle. Wo bekomme ich eine Habring²?Grundsätzlich bei uns im eigenen Atelier in Völkermarkt. Für den weltweiten Vertrieb haben wir darüber hinaus natürlich Partner in Übersee die neben der Distribution auch Ansprechpartner für technische Belange wie Service sind. Ergänzend arbeiten wir in einzelnen Regionen mit akkreditierten Spezialisten - Service-Uhrmachern die unser Vertrauen genießen - damit lange Transportwege vermieden werden. Die einzelnen Adressen sind einfach auf unserer Website zu finden. Was kriege ich bei Habring² für mein Geld?Zuallererst: trotz höchsten Qualitätsansprüchen kein Massenprodukt! Aufgrund der beschränkten Kapazitäten und der vielfältigen Variationsmöglichkeiten sind viele unserer Uhren Einzelstücke. Trotz der Exklusivität ist jede Habring² ein zuverlässiger Begleiter für jeden Tag mit 3 Jahren Garantie auf mögliche Herstellungsmängel unter der Vorraussetzung einer jährlich wiederkehrenden Wasserdichtheitskontrolle. Neben der Individualität bietet Habring² ein zeitloses, hochwertiges und zurückhaltendes Produkt zu einem attraktiven Preis. Der gänzliche Verzicht auf klassische Werbung sowie der direkte Vertrieb kommen dem Käufer dabei zugute. Wir profitieren durch die Kundennähe indem wir interessante Ideen sammeln und in die Entwicklung weiterer Habring²-Modelle einfließen lassen. Wie sieht’s mit der Umwelt aus?Mit jeder Habring² erhält man auch die Gewissheit - in Zeiten des Massenkonsums - ein dauerhaftes Produkt sein Eigen zu nennen. Gerade hochwertige mechanische Uhren erfüllen in höchstem Maße moderne ökologische Anforderungen die viele andere Produkte erst noch erreichen müssen. Grundsätzlich ist eine hochwertige mechanische Uhr unter genannten Vorraussetzungen praktisch ewig am Laufen zu erhalten. Selbst im Falle der Rückführung in den Materialkreislauf gibt es keinerlei Komponenten die gesondert zu entsorgen wären. Sämtliche verwendete Metalle sind wiederverwertbar - die Saphirgläser und Lagersteine aus synthetischem Rubin bestehen lediglich aus Aluminiumoxid. Im Falle Habring² wird dies noch durch ein entsprechendes Umfeld ergänzt. Die Verpackungen entstehen aus schnell nachwachsenden und naturbelassenen Hölzern. Das Leder für die Bänder wird umweltschonend gegerbt. Jede Uhr wird mit einem Ersatzteil-Set geliefert welches sie im Falle des Falles unabhängig macht und damit Transportwege reduziert. |






