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Kärnten - das südlichste Bundesland Österreichs - ist gemeinhin als Land der Seen bekannt. Umrahmt von Bergen mit seinem milden südlichen Klima ist Tourismus neben der Landwirtschaft seit Generationen Haupteinahmequelle der Bevölkerung. Basierend auf spärlichem Bergbau haben sich im Laufe der Geschichte auch metallbearbeitende Unternehmen in Kärnten entwickelt.

Wenngleich Österreich einige Geschichte in der Uhrenerzeugung vorzuweisen hat, lagen die Zentren ebendieser im benachbarten Bundesland Steiermark mit seinem Zentrum Graz sowie in der Bundeshauptstadt Wien. Zu erwähnen ist aber auch das nördliche Niederösterreich - genauer der Raum um Karlstein an der Thaya - dessen Bedarf an Fachkräften sogar 1873 die Einrichtung einer Schule für das Uhrmacherhandwerk ermöglichte. Wiener Regulatoren - Präzisionspendeluhren mit kunstvoll gestalteten Holzgehäusen - oder Wiener Stock- und Stutzuhren zeugen noch heute vom einstigen Glanz des österreichischen Uhrmacherhandwerks und sind unter Sammlern weltweit bekannt und beliebt. Weniger bekannt sind Taschenuhren aus österreichischer Produktion da sich deren Aufkommen mit dem Niedergang der österreichischen Uhrenherstellung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kreuzte.

Einer der wohl bekanntesten Uhrmacher österreichischer Herkunft ist der im Jahre 1799 in Stainz in der Steiermark geborene Josef Thaddäus Winnerl. Ab 1816 Mitglied der Grazer Uhrmacherzunft ließ er sich 1829 in Paris nieder und war, bevor er sich selbständig machte, unter anderem Mitarbeiter von Abraham Louis Breguet. Winnerl dessen Stärken im Bau von Marinechronometern lag, wird von einigen Quellen auch als der Erfinder des Doppelchronographen genannt. Aber er ließ auch junge Uhrmacher an seinem Wissen teilhaben - unter anderen keinen geringeren als Ferdinand Adolph Lange der einen Teil seiner Wanderjahre bei Winnerl in Paris verbrachte, bevor er nach Dresden zurückkehrte und 1845 die Glashütter Uhrenindustrie begründete.

HABRING² möchte an diese Geschichte anknüpfen.